Die offenkundig orchestrierte Empörung, die sich pünktlich an die Publizierung der angeblichen Aussage Alexander Gaulands über den Nationalspieler Jerome Boateng anschließt, wirft Fragen auf. Fragwürdig ist nicht nur prompte Publizierung aus dem Zusammenhang gerissener Teile eines Hintergrundgesprächs, aus dem – so ist es journalistischer Usus – grundsätzlich nicht wörtlich zitiert wird. Darüber hinaus ist merkwürdig, dass die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ per „Twitter“ wie über einen gelungenen Coup jubelte („gesagt ist gesagt“) und angab, die Aussagen Gaulands „auf Band“ zu besitzen.

Mittlerweile gab die FAZ zu, weder über eine Ton- noch eine Echtzeit-Aufzeichnung zu verfügen, sondern lediglich über ein wohl später angefertigtes Gedächtnisprotokoll. Professioneller Journalismus sieht anders aus. Damit drängen sich Parallelen zu den vergangenen gegen die AfD gerichteten Empörungsinszenierungen geradezu auf. Dass sich nun die finanziell superb ausgestattete PR-Abteilung des DFB ohne Rücksicht auf diese Hintergründe gegen die AfD in Bewegung setzt, sollte ebenfalls zum Nachdenken anregen. Der DFB war schon immer der etablierten Parteipolitik treu ergeben. Alexander Gauland hat ganz allgemein die Haltung jener Menschen beschrieben, die nichts gegen erfolgreiche Nationalspieler mit Migrationshintergrund einzuwenden haben, die aber feststellen, dass eben nicht jeder Einwanderer aus Afrika und dem Nahen Osten in Beruf und Sport erfolgreich ist und ein Gewinn für unsere Gesellschaft darstellt. Einige sind eben auch eine Belastung. Nicht wenige Deutsche, die nicht im Rotweingürtel der besseren Viertel leben, sondern in sozialen Brennpunkten und fortschreitenden Parallelgesellschaften sehen das so. Das ist nicht skandalös, sondern eine oftmals durch Lebenserfahrung gedeckte Einschätzung, ja geradezu eine Binsenweisheit. Warum sollte man das nicht sagen dürfen? Mit der Biographie Boatengs hat das gar nichts zu tun. Der Berliner und zahlreiche erfolgreiche „Neudeutsche“, sind ein Gewinn für unsere Gesellschaft und können für Einwanderer, die Deutsche werden wollen, Vorbilder sein. Das sehen Alexander Gauland und jene Mitglieder der AfD, deren Familien einst nach Deutschland eingewandert sind, ebenso.

 
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