Joachim Paul - Burkini kommt durch die Hintertür

In der zurückliegenden Sitzung beschloss der Sport- und Bäderausschuss in Koblenz den Burkini zukünftig als übliche Badekleidung zu erlauben und die Badeordnung entsprechend zu ändern. Mit knapper Mehrheit setzte sich eine Burkini-Koalition aus SPD, Grünen, FDP, Freien Wählern und FBG durch. In letzter Konsequenz will man den Bademeistern die Entscheidung überlassen, ob sie in den Ganzkörperanzügen vollverschleierter Badegäste nun den „üblichen“ Burkini erblicken oder nicht. Für „üblich“ halten die Burkini-Befürworter den Burkini, weil die Deutsche Gesellschaft für Badewesen ihn als „üblich“ betrachtet.

Die AfD-Ratsfraktion sieht gerade darin den durchsichtigen Versuch, sich Autorität zu leihen, weil man unangenehmen Fragen nach der eigenen Haltung und Entscheidungsfindung ausweichen will.

Die Einschätzung der Deutsche Gesellschaft für Badewesen, nach der es sich bei dem Burkini um „übliche Badebekleidung“ handele, ist eine fragwürdige politisch gefärbte Privatmeinung, die ein völlig fehlgeleitetes Integrationsverständnis zur Schau stellt. Dass die Änderung nun einen Teil der Verantwortung auf städtische Bedienstete abschiebt, hält die AfD für unverantwortlich – Konflikte werden so vorprogrammiert. 

Dazu Joachim Paul, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat von Koblenz: „Besonders enttäuschend ist das Verhalten der FDP-Fraktion. Insbesondere Burkini-Umfaller Schupp machte den Weg für den Burkini frei – nun durch die Hintertür. Erneut wird klar, dass die FDP in Koblenz gesellschaftspolitisch die gleichen Positionen wie die Grünen vertritt. Sie hat offenkundig kein Problem mit der fortschreitenden Islamisierung und ist nicht bereit, unsere Werte gegenüber fordernden radikalen und islamistischen Einwanderungsmilieus zu verteidigen und eine Anpassung der Einwanderer als Bringschuld selbstbewusst einzufordern. Die FDP verschwendet scheinbar keinen Gedanken daran, dass der Burkini ein Symbol für diskriminierende Religiosität und einer Unterdrückung der Frau in einem islamistischen Milieu ist. Schupps Äußerung – jeder könne das Bad besuchen, wie er wolle – zeigt die grenzenlose Naivität gegenüber der islamistischen Herausforderung. Von einer Freiwilligkeit der Frauen kann vor dem Hintergrund eines aggressiv fordernden patriarchalischen Milieus eben keine Rede sein! Die Freien Wähler (FW) müssen sich unterdessen fragen lassen, ob Ausschussmitglied Hourle tatsächlich die Meinung der ganzen Fraktion vertritt.“ 

Paul weiter: „Des Weiteren können wir nicht akzeptieren, dass die Verantwortung nun zum Teil auf die Bademeister abgeschoben wird, und zwar offenkundig nur, um einer Burkini-Koalition unangenehme Fragen zu ersparen. Die Verantwortung für die Bäderordnung obliegt gewählten Mandatsträgern, sie darf nicht auf die städtischen Bediensteten abgeschoben werden. Insbesondere wenn Konflikte leichtfertig heraufbeschworen werden. Vielmehr verdienen sie  Klarheit, um im Alltag souverän den Dienst an der Allgemeinheit zu leisten.“

Paul ergänzt: „Wir begrüßen das Abstimmungsverhalten der CDU und fordern die Freien Wähler auf, ihre Haltung zur Änderung der Badeordnung zu überdenken.“

 

 
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